Ladies Night 2016
Die 3. Ladies Night for Women in MINT der Fakult��t f��r Verfahrenstechnik fand am 19. April 2016 erstmalig unter Einbindung von Firmen und mit beachtlichen 80 angemeldeten Teilnehmer*innen�� statt.
Die zentralen Themen waren die Chancen von Frauen in Wissenschaft und Industrie, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der Anteil von Frauen in. Neben vielen jungen Frauen h��rten auch die m��nnlichen Kommilitonen und die (noch ��berwiegend m��nnlichen) F��hrungskr��fte und Entscheidungstr��ger aus Forschung und Industrie interessiert den Vortr��gen der drei geladenen Referentinnen zu.
Die drei geladenen Role Models stellten Ihre sehr unterschiedlichen Lebensl��ufe und Erfahrungen vor. Frau Dr. Vidakovic-Koch, Teamleiterin Elektrochemische Energiewandlungssysteme am MPI mit mittlerweile 7 DoktorandInnen, z��hlte bereits in Schule und Studium zu den Besten ��� sie war beste ihres Abiturjahrgangs und eine der drei besten Student*innen ihrer Hochschule! Frau Julia Krahl, Produktionsingenieurin der Solvay Chemicals GmbH am Standort Bernburg, geh��rte zu einer der Ernest-Solvay Stipendiaten an der TU Bergakademie Freiberg und hat ihren Traumjob in der Industrie gefunden. Frau Prof. Dana Z��llner wollte urspr��nglich Gymnasiallehrerin werden, kam dann aber zur Wissenschaft und habilitierte im Bereich Physik. Sie ist jetzt Erxleben-Gastprofessorin im Bereich Experimentelle Physik.
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Neben den Vortr��gen bot der Markt der M��glichkeiten reichlich Raum f��r Gespr��che und Networking sowie ein umfassendes Informationsangebot zu den F��rderinstrumenten der Universit��t. Au��erdem stellte die Solvay GmbH das Ernest-Solvay-Stipendium und Einstiegsm��glichkeiten vor.
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Fazit der Veranstaltung: das (immer noch) deutliche Missverh��ltnis von M��nnern und Frauen in F��hrungspositionen wird von m��nnlichen und weiblichen F��hrungskr��ften zwar gleicherma��en ung��nstig eingesch��tzt, aber aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen und teilweise unterschiedlich begr��ndet. So berichtete Herr Prof. Seidel-Morgenstern, Direktor und Wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts f��r Dynamik komplexer technischer Systeme, Magdeburg (kurz MPI), dass dort zwar 40 % Doktorandinnen promovierten, es aber nur 10 % weibliche Postdocs g��be. Frau Prof. Dana Z��llner, Experimentelle Physik, best��tigte dies und berichtete von der erst k��rzlich gemachten Erfahrung, dass ein insgesamt relativ hoher Frauenanteil bei einer Veranstaltung nicht die Ungleichverteilung von Frauen und M��nnern auf unterschiedlichen F��hrungsebenen reflektiere, und nannte die Konferenz TMS Annual Meeting & Exhibition als Beispiel: 2015 h��tte die Konferenz zwar einen Anteil von rund 20 % Teilnehmerinnen gehabt, aber es war keine einzige Frau im Organisationskomitee vertreten. Gleichzeitig beobachtete sie den positiven Effekt, wonach eine einzige Frau den Anteil an Teilnehmerinnen eines Symposiums um 100 % steigern k��nnte. Der Dekan der Fakult��t, Herr Prof. Wei��, erg��nzte, dass hochqualifizierte Besch��ftigte auch in Zukunft in allen Bereichen ben��tigt w��rden, und betonte, dass hierbei die gleiche Akzeptanz von Frauen und M��nnern in F��hrungspositionen wichtig sei. Diese Einsch��tzung wurde von Herrn Prof. Le��mann, dem Prorektor f��r Forschung, Technologie und Chancengleichheit, geteilt. Dieser erkl��rte, dass es Zeit brauche, um die kleine Prozentzahl von weiblichen Studienanf��ngerinnen in eine Professur zu bringen und dass eben diese kleine Prozentzahl von Studentinnen daher gerade ein Maximum an Bildung und F��rderung unbedingt ben��tige. Er verwies hierbei auf die an der Universit��t bereits integrierten Soft-Skill-Seminare und Coaching- und Mentoring-Programme (wie Cometin und MeCoSa). Er glaubt, dass die Entscheidung f��r die Karriere oder die Familie oft gerade zum Zeitpunkt des Abschlusses der Promotion fiele, weshalb die OVGU insbesondere Familien unterst��tze. Abschlie��end betonte er, dass sogenannte Role Models eine wichtige Rolle spielten, um den Anteil von Frauen in Spitzenpositionen zu erh��hen, und nannte in diesem Zusammenhang die ehemalige Erxleben-Professorin und 4-fache Mutter Frau Prof. Futterer als positives Beispiel.
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���Lassen Sie sich von dem leiten, was Sie f��r wichtig halten.��� ��� Prof. H. Wei��
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