M.Sc. Paul Beckert

felix_schwabe  

Kontaktdaten:

https://www.linkedin.com/in/paulbeckert/

paul.beckert@live.com

Werdegang

 

Studium: 2021 – 2022, Nachhaltige Energiesysteme, OvGU Magedeburg
Tätigkeit:

2023 – heute: ecoinvent Association, Zürich (Schweiz)

2023 – 2025: Data Analyst (Database Development)

Seit 2025: Data Scientist (Software & Product)

 

Warum die Entscheidung zum Studiengang Nachhaltige Energiesysteme/was war die Motivation ?

Während meines Bachelorstudiums habe ich mich zunehmend für erneuerbare Energien und die Energiewende interessiert. Gleichzeitig kam ich erstmals mit der Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment, LCA) in Berührung und fand es spannend, technische Systeme nicht nur aus Ingenieurssicht, sondern auch hinsichtlich ihrer Umweltwirkungen zu bewerten.

Der Studiengang Nachhaltige Energiesysteme hat für mich genau diese Themen zusammengebracht. Besonders angesprochen haben mich die interdisziplinäre Ausrichtung sowie die Möglichkeit, technische, ökologische und systemische Fragestellungen gemeinsam zu betrachten. Ein weiterer Grund war der Wechsel von einer Hochschule an eine Universität, da ich mir damals gut vorstellen konnte, später zu promovieren.

 

Warum Nachhaltige Energiesysteme?

Mich hat besonders die Verbindung unterschiedlicher Disziplinen fasziniert. Die Energiewende ist kein rein technisches Problem, sondern erfordert Wissen aus Energietechnik, Umweltwissenschaften, Materialwissenschaften und zunehmend auch Datenanalyse.

Der Studiengang vermittelt genau diese Perspektive und hilft dabei, komplexe Systeme ganzheitlich zu verstehen. Diese Fähigkeit begleitet mich bis heute in meinem Berufsalltag.

 

Was ist spannend an Nachhaltige Energiesysteme?

Besonders spannend finde ich die Kombination aus technischem Detailwissen und der Betrachtung größerer Zusammenhänge. Man beschäftigt sich mit Batterien, Brennstoffzellen, Wasserstoff oder erneuerbaren Energien, lernt aber gleichzeitig, diese Technologien als Teil eines gesamten Energiesystems zu verstehen.

Für mich war vor allem die Frage interessant, welche Technologien tatsächlich einen nachhaltigen Beitrag leisten und wie man das wissenschaftlich bewerten kann.

 

Welche Voraussetzungen und Interessen sollte ich für das Studium mitbringen?

Hilfreich sind Interesse an Technik, Naturwissenschaften und Energiefragen sowie die Bereitschaft, sich mit komplexeren Zusammenhängen auseinanderzusetzen.

Wichtiger als perfekte Noten sind Neugier, Eigeninitiative und die Motivation, neue Themen zu erschließen. Gerade die Interdisziplinarität macht den Studiengang besonders interessant.

 

Was ist spannend an Wissenschaft und Wirtschaft?

Während meines Studiums konnte ich sowohl Forschung als auch industrienahe Projekte kennenlernen. Am Fraunhofer IMWS arbeitete ich an verschiedenen Nachhaltigkeits- und Ökobilanzierungsprojekten, während ich am Paul Scherrer Institut (PSI) in der Schweiz an einer Studie zum Hyperloop mitwirkte und später wissenschaftliche Ergebnisse veröffentlichte.

An der Wissenschaft gefällt mir die Möglichkeit, neue Fragestellungen zu untersuchen und bestehende Annahmen kritisch zu hinterfragen. Gleichzeitig schätze ich an der Wirtschaft die direkte Anwendung und den sichtbaren Einfluss der eigenen Arbeit auf Produkte, Prozesse oder Entscheidungen.

Für mich persönlich ist die Kombination beider Welten besonders spannend. Deshalb habe ich mich nach dem Studium für ecoinvent entschieden, eine Organisation, die zwischen Forschung, Industrie und Politik arbeitet.

 

Was mache ich jetzt?

Heute arbeite ich als Data Scientist bei der ecoinvent Association in Zürich. ecoinvent entwickelt eine der weltweit meistgenutzten Datenbanken für Ökobilanzierungen und unterstützt Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden bei der Bewertung von Umweltwirkungen.

Mein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Daten- und Modellierungssystemen für Energie- und Rohstofflieferketten. Dabei arbeite ich an der Schnittstelle von Nachhaltigkeit, Energietechnik, Datenanalyse und Softwareentwicklung.

Während meines Studiums stand für mich vor allem die Energiewende im Mittelpunkt. Über die Arbeit mit großen Umweltdatensätzen und Modellen habe ich jedoch zunehmend Interesse an Data Science und Softwareentwicklung entwickelt. Heute verbinde ich beide Bereiche in meinem Berufsalltag.

Letzte Änderung: 02.06.2026 -
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