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Aktuelles

Glasbläser für die Wissenschaft

05.10.2020 -

Seit einem Jahr arbeitet Dominik Roth als Glasbläser für die Uni Magdeburg und repariert oder fertigt Glasgeräte.

Dominik Roth steht gerade an seiner Werkbank und holt aus einer Kiste ein Laborglas heraus, an dessen Ende ein kleiner Riss ist. Wenn es Roth nicht gäbe, würde der Behälter nun in die Wertstofftonne wandern und im Neueinkauf 70 Euro kosten. „Ich kann es aber reparieren“, sagt der 25-Jährige und macht damit deutlich, wie wertvoll seine Arbeit ist. Roth ist Glasbläser und arbeitet seit knapp einem Jahr im Sinne der Nachhaltigkeit und im Dienst der Wissenschaft am Institut für Chemie der Uni Magdeburg.

Der Handwerker repariert alle möglichen Arten von Glasgeräten oder fertigt diese nach den Wünschen der Professoren und wissenschaftlichen und technischen Mitarbeiter an. „Seine Arbeit ist sehr wichtig und wir sind auf ihn angewiesen“, sagt Professor Dr. Dieter Schinzer, Geschäftsführender Direktor am Institut für Chemie. Für Roth ist das ein Traumjob. „Die Arbeit ist sehr vielseitig und man muss den Kopf benutzen“, sagt der junge Glasbläser. „Oft kommen Professoren oder Doktoranden mit einem Problem, das ich dann lösen muss.“

 

Potenzial für Kosteneinsparungen

Es kommt auch schon mal vor, dass ein Doktorand mit einem kaputten Reaktor vor Roth steht und um Hilfe bittet. „Wenn ich dann ein 50 Cent teures Bauteil an einen 3000 Euro teuren Reaktor baue und ihn damit repariere, ist das ein tolles Gefühl.“ Für die Uni Magdeburg birgt Roths Arbeit großes Potenzial für Kosteneinsparungen. So habe es auch schon mal einen Monat gegeben, in dem er der Uni Einsparungen von rund 11.000 Euro einbrachte. Schlichtweg deshalb, weil keine neuen Behälter oder anderen Konstruktionen gekauft, sondern von Roth repariert wurden. So arbeitet Roth schon mal eineinhalb Stunden an einem großen Quarz-Rohr, um es zu reparieren. „Bisher gab es noch nicht viel, das ich nicht reparieren konnte.“

Zudem sind die speziellen Behältnisse, die vor allem am Chemie-Institut für Forschung und Lehre benötigt werden, oft mit Lieferzeiten von vier bis acht Wochen verbunden. „Bei mir dauert es nur zwei bis drei Wochen“, sagt Roth, der seine Freiheiten genießt, die er hier in seiner Werkstatt im Keller des Gebäudes der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik hat.

 

Aufgewachsen in dem kleinen Örtchen Faulbach, zog Roth mit 16 Jahren für seine Ausbildung nach Wertheim, einem der letzten Glasbläser-Hotspots bundesweit. Bereits beim Probe arbeiten packte ihn die Faszination. „Man hat dieses Glas in der Hand und im nächsten Moment zerläuft es einfach“, beschreibt Roth seine Leidenschaft für den Beruf. „Das hat mich sofort gefesselt.“ So arbeitete der Franke zunächst in der Industrie, bevor er seinen Meister in Hadamar ablegte. Nach Magdeburg kam der Franke über Umwege, denn eigentlich wollte er bei Siemens in Erlangen anfangen. Da der Aufbau einer neuen Großproduktion für Glas dort aber ins Stocken geriet, führte sein Weg an die Uni nach Magdeburg. „Mir gefällt es hier gut, die Menschen sind offen und sehr freundlich“, sagt der Franke, der sich vorstellen kann, länger in Magdeburg zu bleiben. Wenn er einen Wunsch frei hätte, würde er sich eine Erweiterung seiner Werkstatt sowie neue Maschinen wünschen. „Damit wäre noch viel mehr möglich.“

roth

Glasbläser Dominik Roth bei der Arbeit.
Foto: Maria Kurth
Quelle: Magdeburger Volksstimme vom 22.09.2020

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ContiVir, ein Spin-off des Max-Planck-Instituts Magdeburg, entwickelt erfolgreich einen COVID-19-Impfstoffkandidaten

28.09.2020 -

Für eine schnelle Impfstoffherstellung in großen Mengen: Virusähnliches Partikel (VLP) als Impfstoffkandidat entworfen und hergestellt

Angesichts der aktuellen Pandemiekrise ist der Engpass an Kapazitäten zur Herstellung von Impfstoffen weltweit zu einem ernsthaften Problem geworden. ContiVir, ein Spin-off-Projekt am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg, hat jetzt einen virusähnlichen Partikel als COVID-19-Impfstoffkandidaten hergestellt, unter Verwendung eines vollständig hochskalierbaren Systems für die schnelle und effiziente Produktion von Impfstoffen in großen Mengen.

Die Technologien und Verfahren wurden von Dr.-Ing. Felipe Tapia und Dr.-Ing. Pavel Marichal-Gallardo aus der Forschungsgruppe Bioprozesstechnik (Leitung: Prof. Dr.-Ing. Udo Reichl) entworfen.

Die gesamte Pressemitteilung des MPI Magdeburg finden Sie unter; https://www.mpi-magdeburg.mpg.de/pm-corona-impfstoffkandidat?c=3842340

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Verfahrenstechnik

28.09.2020 -

„Die Ingenieurswissenschaften sind nur was für Männer und Frauen sind da völlig fehl am Platz.“ Das ist natürlich völliger Unsinn, denn viel wichtiger als ein Y-Chromosom sind dabei Interesse für Forschung, Entwicklung und technische Durchführung von Prozessen. Wer später in die chemische und pharmazeutische Industrie, der Gebäudetechnik oder Medizinischen Technik sowie in den Maschinen- oder Anlagebau will, legt mit dem Studiengang Verfahrenstechnik an der Uni Magdeburg den ersten grundlegenden Baustein für die Karriere. Was Mareike so spannend am Studium findet und was ein Witz eines Professors in ihr auslöste, erfahrt ihr im Interview mit der Studentin.

Hallo Mareike, stell dich doch bitte kurz vor:

Ich heiße Mareike und studiere im sechsten Bachelor-Semester Verfahrenstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Momentan absolviere ich das dreimonatige Pflichtpraktikum und werde danach meine Bachelorarbeit schreiben.

Wer hat dich bei deiner Studienwahl unterstützt und wie bist du auf dein Studienfach aufmerksam geworden?

Ich wollte ursprünglich Physik studieren, dann aber doch lieber eine Ingenieurwissenschaft. Auf Verfahrenstechnik speziell hat mich meine Mutter gebracht. Daraufhin habe ich mich ein bisschen mit dem Studiengang beschäftigt und konnte feststellen, dass dieser sehr breit gefächert ist. So war die Entscheidung gefallen.

Mareike VST

Die breite Auswahl an Inhalten und der interdisziplinäre Aufbau gefallen Mareike an ihrem Studiengang Verfahrenstechnik besonders. Dieser bilde, ihrer Meinung nach, eine gute Grundlage für die weitere Spezifizierung im Master.

 

Welche Argumente waren für dich in deiner Studienwahl ausschlaggebend?

Grund Nummer eins war der sehr gute Ruf, den die Uni Magdeburg in Bezug auf technische Fächer und besonders in Hinsicht auf Verfahrenstechnik besitzt. Ich will mich im Master dann noch stärker auf einen bestimmten Fachbereich konzentrieren. Da war Verfahrenstechnik eine super Basis, weil man damit in so viele verschiedene Richtungen weitergehen kann.

Wie unterscheidet sich das Studium von der Schule?

Man muss deutlich mehr selbst organisieren und es wird einem nicht mehr alles vorgegeben, was man tun muss. Allerdings hat man auch viel mehr Möglichkeiten, seinen eigenen Rhythmus zu bestimmen. Außerdem kann man sich seine Fachrichtung selber aussuchen und dementsprechend fast nur noch Fächer belegen, die einen auch interessieren.

Mit welchen Erwartungen bist du an das Studium gestartet und wurden diese erfüllt?

Ich hatte irgendwie gedacht, dass es eine Art „offizielle Einweisung“ geben würde, wie ein Studium so funktioniert. Das gab es natürlich nicht, aber man bekommt nicht nur gute Antworten auf seine Fragen z. B. beim Campus Service Center oder Prüfungsamt, sondern lernt auch recht schnell Kommilitonen aus höheren Semestern kennen. Die helfen einem gerne weiter. Außerdem hatte ich ehrlich gesagt, ziemlichen Respekt vor der Mathematik im Studium aber auch das war dann eigentlich gar nicht so furchtbar.

Welche Eigenschaften sollte man deiner Meinung nach in deinem Studienfach mitbringen?

Man sollte definitiv Interesse an Technik und Naturwissenschaften mitbringen, dass sich auch über vier Semester Grundstudium lang hält. Neugierde und Spaß am Ausprobieren von neuen Dingen sind auch gut, immerhin hat Ingenieurwesen ja auch immer etwas mit Innovation, Fortschritt und Entwicklung zu tun.

 

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In der Kampagne Studieren@OVGU werden Studiengänge der Universität Magdeburg vorgestellt. In den Gesprächen mit Studierenden, Dozentinnen und Dozenten erfahren Studieninteressierte aus erster Hand, wie sie das Studium erleben.

 

Was würdest du an der Uni Magdeburg ändern, wenn du für einen Tag das Sagen hättest?

Ich würde dafür sorgen, dass die Kommunikation zwischen den einzelnen Instituten und Fakultäten noch weiter gestärkt wird, damit gerade fächer- und lehrstuhlübergreifende Veranstaltungen immer gleich von vorneherein für alle Beteiligten passend organisiert sind. Und ich würde dafür sorgen, dass in der Mensa mehr Burger auf Vorrat bestellt werden, damit die nicht immer so schnell ausverkauft sind!

Was war bisher dein schönster Moment an der Universität Magdeburg?

Das war der Moment, in dem ich zum ersten Mal bemerkt habe, dass ich im Studium wirklich einige interessante Dinge dazulerne, die mich begeistern. Das war der Fall, als ein Professor einen auf physikalischen Einheiten beruhenden Witz erzählte, über den nur die Ingenieurs-Fraktion im Hörsaal lachte und die Pointe danach allen anderen erklärt werden musste.

Was würdest du deinem Ersti-Ich im Nachhinein gerne mit auf dem Weg geben?

Hab keine Angst vor dem wissenschaftlichen Arbeiten! Spätestens nach den ersten zwei, drei Praktikumsprotokollen weißt du Bescheid wie es funktioniert. Und: Nimm dir tatsächlich genug Zeit zum Lernen vor den Klausuren!

Wie würdest du deinen Studiengang in drei Worten beschreiben?

Spannend, praxisbezogen, abwechslungsreich.

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Neuer Fachschaftsrat seit 01.09.2020 im Amt

09.09.2020 -

Anlässlich der Fakultätsratssitzung am 01.09.2020 fand die Verabschiedung der alten Fachschaft und die Vorstellung der neuen Mitglieder der Fachschaft statt.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Markus Voß, Erik Scheunemann, Nora Mehwald, Elisa Kipper und Paulina Charlotte Ley für die sehr gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr und freuen uns auf eine ebenso gute Zusammenarbeit mit unseren neuen Fachschaftsratsmitgliedern Lukas Heydick, Elisa Kipper, Paulina Charlotte Ley, Carina Hoffmann und Frederike Schönlau.

 


FaRa 2020

Der Dekan begrüßt die gewählten Vertreter der Studierenden für den Fakultätsrat und die Fachschaft in der Wahlperiode September 2020 – August 2021. Er wünscht eine erfolgreiche Ausübung der Mandate.

(v. l.: Frederike Schönlau, Carina Hoffmann, Paulina Charlotte Ley, Dekan, Prof. Thévenin, Elisa Kipper, Lukas Heydick)

Bildquelle: FVST

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Letzte Änderung: 18.05.2020 - Ansprechpartner: Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Manuela Dullin-Viehweg